Den Haustyp wählen

Wer sich erst einmal entschieden hat, sein eigenes Haus zu bauen, hat womöglich große Träume. Oft möchte man in seinem eigenen Haus all das verwirklichen, was man bisher nicht hatte, und wenn man nicht gerade im Geld schwimmt, wird man schnell feststellen, dass Traum und Realität nicht immer ganz im Einklang stehen.

Es gilt also, sich im Vorfeld ganz genau damit auseinanderzusetzen, welchen Zweck das Haus tatsächlich erfüllen soll und wie es zur eigenen Lebensplanung passt. Dazu gehört natürlich auch, zu klären, ob der Partner beziehungsweise die Familie die gleichen Lebensträume hat. Was nützt es beispielsweise, ein wunderschönes Haus am Land zu besitzen, wenn beide ihren Job, mit dem sie das Haus finanzieren, nur in der 100 Kilometer entfernten Stadt ausüben können. In diesem Fall sollte man auch in Erwägung ziehen, ob es noch Alternativen zum Traumhaus gibt.

Der nächste Schritt ist, sich für einen bestimmten Haustyp zu entscheiden. Sie können sich dafür in Musterhausparks verschiedene Varianten ansehen, dann werden Sie ein Gefühl dafür bekommen, was Ihnen gefällt und was Ihnen weniger gefällt. Sie können genauso gut mit offenen Augen durchs Leben gehen und jedes Mal, wenn Sie an einem Haus vorbeikommen, das Ihnen besonders gut gefällt, ein Foto machen.

Auch verschiedene Hausbauseiten bieten Galerien von Hausbildern an, mit deren Hilfe Sie herausfinden können, welcher Haustyp Ihnen am besten gefällt.

Manche Häuslebauer sammeln viele Fotos und fertigen daraus im Endeffekt eine Collage von ihrem Traumhaus an.

Wir empfehlen immer, alle Familienmitglieder zu Wort kommen lassen, denn jeder hat eigene Bedürfnisse und Wünsche und letztendlich sollte sich auch jeder im neuen Traumhaus wohlfühlen.

Was Sie keinesfalls außer Acht lassen sollten, ist sich bei der zuständigen Baubehörde zu informieren, welche Baustile im jeweiligen Gebiet genehmigt werden. Einzelne Kommunen haben hier sehr unterschiedliche Vorschriften, die von der Art und Farbe des Daches, von der Bauhöhe bis zum eigentlichen Hausstil reichen können.

Wahrscheinlich haben Sie Freunde, Bekannte oder Familie, die ebenfalls schon einen Hausbau hinter sich haben. Nutzen Sie die Möglichkeit, diesen Erfahrungsschatz in Ihre Planung mit aufzunehmen. Die meisten Hausbauer würden nach ein paar Jahren einiges anders planen. So wird häufig ein großzügiger Hobbybereich geplant, der dann kaum genutzt wird, ein großer Dachboden oder Keller, der nur unnötig Geld verschlingt und in dem nur Gerümpel herumsteht oder ein Wellnessbereich, der dann ohnehin nur dreimal im Jahr genutzt wird. Solche Fehlplanungen können Sie in Ihrem eigenen Traumhaus berücksichtigen und nochmals hinterfragen, wie wichtig Ihnen die einzelnen Details wirklich sind. Denn immerhin müssen die ganzen Träume auch irgendwie finanzierbar sein und was haben Sie von Ihrem schönen Wellnessbereich, wenn Sie sich dafür in den nächsten zwanzig Jahren keinen Urlaub mehr leisten können.

Selbst wenn Sie bei Ihrem Traumhaus Abstriche machen müssen, haben Sie immer noch viele Möglichkeiten, Ihre Ideen zu verwirklichen.