Baupläne zeichnen lassen

Dass man nach den Entwürfen noch kein Haus bauen kann, versteht sich von selbst, denn die ausführenden Handwerker brauchen ganz genaue Pläne, um Ihr Traumhaus auch realisieren zu können.

Heutzutage werden Baupläne nicht mehr mit der Hand gezeichnet, sondern mit einem computergestützten CAD-Programm. Damit kann ein mehrdimensionaler Bauplan erstellt werden, in dem alle nötigen Details für die gesamte Bauausführung dargestellt werden können.

Diese CAD-Pläne haben auch den Vorteil, dass Sie für unterschiedliche Gewerke ausgedruckt werden können, so braucht beispielsweise der Maurer einen anderen Plan als der Elektroinstallateur. Außerdem können die Pläne in unterschiedlichen Maßstäben ausgedruckt werden. Dies ist besonders wichtig, weil Genehmigungs- und Ausführungspläne unter Umständen verschiedene Maßstäbe erfordern.

Sie sollten sich allerdings nicht blind auf den Plan des Architekten verlassen, sondern sich auch überlegen, inwieweit der Plan zu ihrer Lebenssituation passt. Was gut aussieht, muss nicht immer praktikabel sein. So kann es für den einen wichtig sein, einen kurzen Weg von seinem Auto in die Küche zu haben, um Wocheneinkäufe nicht zu weit zu schleppen zu müssen. Für einen anderen kann es von großer Bedeutung sein, dass man von der Terrasse direkt in die Küche gehen kann, weil man gerne draußen isst. Für wieder andere ist es wichtig, dass sie von der Küche aus die spielenden Kinder gut im Blick behalten können.

Was Sie ebenfalls schon bei der Planung berücksichtigen können ist, wie später Ihre Möbel gestellt werden sollen. So kann es beispielsweise toll sein, viele große Fensterflächen im Wohnzimmer zu haben, wenn man allerdings feststellt, dass dadurch kaum mehr Platz ist, ein Bücherregal zu platzieren oder dem Erbstück der Großtante einen entsprechenden Raum zu geben, sollte vielleicht der Plan nochmals geändert werden.

Auch bei den Kinderzimmern sollten Sie beachten, dass ihre Liebsten nicht ständig klein bleiben und gerade im Teenager-Alter viel Platz brauchten, damit beispielsweise auch mal Freunde über Nacht bleiben oder damit sie sich eine kleine Sitzecke für Besucher einrichten können. Mit acht Quadratmetern wird ein Teenager meistens nicht glücklich.

Achten Sie auch darauf, dass es keine Durchgangszimmer gibt, denn auch in einer noch so harmonischen Familie braucht jeder seine Privatsphäre.

Auch wenn Sie sich vielleicht mit dreißig noch nicht damit befassen wollen: Wenn Sie vorhaben, auch im Alter noch in Ihrem Haus zu wohnen, sollten Sie schon jetzt an breite Türen und an ein leicht zugängliches Bad im Erdgeschoss denken sowie auch daran, generell nicht zu viele Stufen und Ebenen einzubauen.

Bei den Kinderzimmern sollten Sie bereits jetzt daran denken, wie Sie diese einmal nützen wollen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Denn was nützt es Ihnen, wenn in zwanzig Jahren zwar Ihr Kredit noch nicht abbezahlt ist, dafür aber das halbe Haus leer steht? Wenn Sie eine spätere Vermietung der Räume in Betracht ziehen, sollten Sie schon jetzt an einen zusätzlichen Eingang denken.